Ich hasse Weihnachtsmärkte

Liebe Fans!
Ich bin ja grundsätzlich ein völlig ausgeglichener Mensch und auch meine Blogbeiträge sind meist von purer Liebe geprägt. Heute machen wir mal eine Ausnahme.
Und zur Erklärung: Ich meine damit nicht das Weihnachtsfest oder den Advent an sich. Ich bin gläubiger Katholik, gehe am Weihnachtsfest gerne in die Kirche und genieße die Zeit mit meiner Familie. Aber Weihnachtsmärkte? Das ist einfach nur eine mittelschwere Vollkatastrophe.

Glühwein

Niemand genießt Glühwein
Niemand genießt Glühwein

Das offensichtlichste zuerst. Glühwein. Ja, ich weiß, die Idee dahinter ist, sich aufzuwärmen. Schon mal dran gedacht, dass Alkohol das von selbst macht? Wer kommt überhaupt auf die Idee, schlechten Rotwein mit irgendwelchem Zucker-Zimt-Scheiß zu strecken und das dann zu erhitzen? Am besten noch mit einem Schuss Rum. Außerdem 8€ Pfand für die Tasse bitte.
So ein Drecksgetränk. Und sobald die Pisse kalt wird, kannste dat überhaupt nicht mehr trinken. Außerdem kleben Dir nach der dritten Runde die Hände, weil der Glühweinwirt ständig was verschüttet.

Musik

Dass ich kein Fan von amerikanischer Weihnachtsmusik bin, wird vermutlich keinen überraschen. Dazu kommt allerdings, dass ja jede Bude ihre eigenen Lautsprecher dabei hat, wodurch ich grundsätzlich irgendwo stehe, wo ich drei Lieder gleichzeitig hören muss. Moah. Ernsthaft? Katastrophe. Dazu hast Du gleichzeitig Glühwein, Waffeln, Feuerzangenbowle, Dampfnudeln und Menschengeruch in der Nase.
„Großer Gott wir loben Dich“ vom Kirchenchor. Das wäre mal Musik für den Weihnachtsmarkt. Oder gerne auch „Oh du Fröhliche“. Aber parallel „Jingle Bells“ und „Last Christmas“ zu hören, geht mir brutal auf’n Sack.

Menschen

So leer ist es ja selten
So leer ist es ja selten

Menschen an sich sind hier noch gar nicht das Problem. Aber diese Massen. Dichtgedrängt stehste da, in Deiner Winterjacke und ständig drängelt sich jemand durch. Außerdem ist es nach wie vor ein Trauma für mich aus Würzburger Zeiten, wenn man versehentlich „mal eben“ was in der Innenstadt besorgen wollte, im Advent. Ins Parkhaus oder die Straßenbahn kommste vielleicht noch rein, aber sobald Du aussteigst, wirst Du von einer asiatischen Touristengruppe in die nächste gedrückt. Zwischen irgendwelchen Handwerksständen mit kitschiger Scheiße und frierenden Lamas. Da hilft nur, bereits tagsüber irgendwo einzukehren und in der hintersten Ecke Hefeweizen zu schütten.

Kindheitstrauma

Fans kennen ja meine Bastelphobie. Diese ist maßgeblich durch den Weihnachtsmarkt meines Heimatortes geprägt. Jede Grundschulklasse hat dort nämlich einen Weihnachtsbaum geschmückt, natürlich mit irgendwas gebasteltem. Mein gebastelter Stern war dabei immer der am schlechtesten ausgeschnittene. War dann Jahr für Jahr so, dass der Baum leider so gestellt wurde, dass mein Stern auf der Rückseite zu finden war. Alles war mit Namen versehen. Oma war immer enttäuscht. AAAAAAH! Was eine Demütigung.

Fazit

Weihnachten ja - Weihnachtsmärkte nein
Weihnachten ja – Weihnachtsmärkte nein

Ich mach’s kurz: Weihnachtsmärkte sind Mist. Von Vorne bis Hinten. Wer sich auf den Advent einstimmen will, geht einfach sonntags in die Kirche und bleibt ansonsten daheim und trinkt eins der großen fünf Getränke und gut is‘.

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.