Die Leidenschaft morgens schon zu trinken

Der Philosoph Tim L. aus C.-R. hat mal gesagt: „Tage, an denen morgens schon getrunken wird, sind die besten Tage“.
Warum das so ist und immer so bleiben wird, wollen wir uns heute mal angucken.

Kein Bier vor Vier!

War schon 2003 nicht lustig, als ich es bei ICQ geschickt bekommen hab
War schon 2003 nicht lustig, als ich es bei ICQ geschickt bekommen hab

Gilt ja als magische Regel, wann man mit dem Biertrinken beginnen darf. Ich habe da tatsächlich auch mal eine pseudowissenschaftliche Erklärung zu bekommen. Angeblich ist der Körper erst dann „einsatzbereit“ für Alkohol und vorher kann das Zeugs eben nicht vernünftig verarbeitet werden.
Meiner Meinung nach völliger Unsinn. Die besten Biere habe ich vor 16 Uhr getrunken. Und auch der dumme Spruch „irgendwo auf der Welt, ist immer schon vier Uhr“ darf hier natürlich nicht fehlen.

Den Wecker für Bier stellen

Erinnere mich noch sehr gut, wie mir Mathias T. mal am Abend vor Karneval schrieb „Bier ist eigentlich der beste Grund, aufzustehen.“ Tatsächlich kommt man dann ja immer recht leicht aus dem Bett.
Wir unterscheiden hier aber grundsätzlich zwei Gegebenheiten.

Alleine zu Hause aufwachen und schnell irgendwo hingehen, wo es dann Bier gibt

Klassischerweise ja Karneval, Mallotze, die Fahrt zum Auswärtsspiel 750 km weiter oder auch einfach Troostiboys Geburtstag. Hier ist häufig noch Zeit, eine große Flasche Wasser und zwei Käsebrötchen zu sich zu nehmen, um dann gut gestärkt in den alkoholreichen Tag zu starten. Unbedingt machen!

Ich bin schon irgendwo mit Leuten unterwegs, die bereits trinken

Dieser Mann löschte seinen Nachdurst mit Havanna-Cola
Dieser Mann löschte seinen Nachdurst mit Havanna-Cola

Auf irgendwelchen Fahrten mit verschiedensten Leuten unterwegs. Hier gibt es häufig die Herausforderung, dass andere Leute schon wach sind und bereits begonnen haben zu bieren. Die einfachste Möglichkeit ist natürlich, sich schon mal in Boxershort das erste Pilsener vom Hahn zu ziehen und erstmal reinlaufen zu lassen. Hier kann ich sagen: Ja, es funktioniert erschreckend gut sich den Nachdurst vom Vorabend mit neuem Pils zu löschen. Ist aber meistens eine schlechte Idee. Dehydration ist der Feind des Trinkers. Auch wenn es natürlich ein tolles Gefühl ist, die ersten 12 Pils ziehen zu können, ohne pinkeln zu müssen. Ein taktisches Wasser vorm duschen hat aber noch nie geschadet.
Frisch gestriegelt geht es dann an die Theke. Wunderschön, dieses „Frisch geduscht und Zähne geputzt“-Gefühl direkt mit einem Bitburger und ’ner blauen Gauloises zu überbügeln.

Einschränkungen

Lieber mal hinlegen
Lieber mal hinlegen

Man muss zweifelsohne feststellen, dass man bei so einem Tagessuff nicht so regulär voll wird wie im Dunkeln. Wer mal 5 Tage auf ’nem Festival durchgezogen hat, kennt das. Du wirst einfach nicht mehr richtig voll, ein paar Grundfunktionalitäten funktionieren dafür nicht mehr. Sowas wie „Feinmotorik“ oder „in passender Lautstärke sprechen“.
Schwierig ist es auch, für Späteinsteiger nochmal ins Rennen reinzukommen. Gerade auf meiner Tour im Dezember habe ich gemerkt, wer abends erst dazu stößt, hat tendenziell keinen Spaß mehr. Darum niemals den Start verpassen!

Akute Überforderung

"Geht bloß nicht aufs Klo. Da sind normale Leute."
„Geht bloß nicht aufs Klo. Da sind normale Leute.“

Klassischerweise wenn man dann aus der Ecke des Biergartens einmal aufsteht und zur Toilette wankt, kommt die Erkenntnis: Der Rest der Menschheit ist ja gar nicht voll. Für die ist einfach 14:30 Uhr.
Als glühender Fußballfan ja eine häufige Erkenntnis auf Fernverkehrsbahnhöfen. Darum reisen Fußballfans wohl gerne in der Gruppe. Und genauso überfordernd wird der nächste Morgen. Wobei? Da katern wir einfach zusammen. Ist ja auch schön.

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