10 Dinge, die ich gerne vor meinem ersten Triathlon gewusst hätte

Na, Neujahrsvorsätze schon verpufft? Wie wäre es mit einem Triathlon? Was auch bei mir als „lustige Wette“ angefangen hat, ist inzwischen eine echte Leidenschaft geworden. Was ich gerne vorher gewusst hätte, lest Ihr hier.

1) Du wirst es packen

Der Urgedanke des Triathlon ist, dass es einzig und allein darum geht die Ziellinie zu erreichen. Unter diesem Motto sind 1978 auch die 15 Starter des ersten Ironman aller Zeiten auf Hawaii gestartet. Das sollte auch Dein Motto für Deinen ersten Triathlon sein. Die Zeit ist egal. Mach Dir keine Gedanken um eine Bestzeit. Du verdienst Dein Geld nicht mit Triathlon und es ist am Ende des Tages völlig egal, ob Du eine Minute vorher oder später ins Ziel kommst. Genieß lieber die geile Strecke.

Mit Zunge raus geht alles besser
Mit Zunge raus geht alles besser

Ein Triathlon ist etwas zum Genießen. Du darfst ruhig Brustschwimmen, durch die Wechselzone muss nicht gesprintet werden, Du brauchst beim Radfahren keine rasanten Kurvenfahrten hinlegen und bevor die Welt untergeht, gehst Du halt ein paar Schritte auf der Laufstrecke. Wenn Du gute Kondition hast und merkst, heute geht was, dann darfst Du natürlich auch gerne Gas geben. Es muss keiner schleichen. Aber achte drauf, Dich nicht zu verletzen und Du wirst zuverlässig in Ziel kommen – ganz sicher.

2) Dein Training sollte nicht der Wettkampf sein

Auch Brustschwimmer kommen ins Ziel
Auch Brustschwimmer kommen ins Ziel

Ich glaube, viele trainieren vor ihrer ersten Sprintdistanz einfach in der Endlosschleife 500 Meter Schwimmen, 20 km Radfahren und 5 km Laufen. So auch meine Vorbereitung. Das kannst Du so machen und gewöhnt Dich vermutlich auch an die Wettkampfstrecke, bessere Ergebnisse wirst Du aber erzielen, wenn Du Dich ein bisschen mit Trainingsbereichen und Grundlagenausdauer beschäftigst. Wenn Du möchtest! 🙂

3) Logistische Aufteilung ist wichtig

Zur logistischen Einteilung des Tages. Klassischerweise checkst Du 1-2 Stunden vor Beginn Dein Fahrrad ein. Das heißt, Du lässt Fahrrad, Helm, (ggf. Radschuhe), Laufschuhe, Socken und was Du sonst noch so nach dem Schwimmen brauchst (vielleicht ein Handtuch) in der Wechselzone. Es empfiehlt sich Adiletten und ’nen Pullover dabei zu haben, damit Du beim Warten auf den Start nicht erfrierst. In Hamburg kannst Du Deinen Starterbeutel dann unmittelbar vorm Start abgeben und bekommst ihn nach dem Rennen wieder. Alternativ drückst Du ihn Deinen Supportern in die Hand. Beachte, in die Wechselzone kannst Du erst wieder nach dem kompletten Rennen!

4) Widerstehe der Materialschlacht

Triathlon ist eine Materialschlacht. Ich muss immer noch lachen, wenn ich lese „Es braucht nicht viel für den ersten Triathlon, ein normales Fahrrad, eine Badehose und ein paar Laufschuhe reichen“. Aber es stimmt. Für Deinen ersten Triathlon brauchst Du wirklich nicht mehr. Der Unterschied zwischen dem 5.000 € Carbonrad und einem gebrauchten Rennrad von ebay-Kleinanzeigen dürfte bei Deiner ersten Sprintdistanz bei vielleicht zwei Minuten liegen. Es braucht also nichts von all dem teuren Zeug. Nichtsdestotrotz macht es natürlich Spaß Geld dafür auszugeben. Und wie bei so vielen Hobbys: Triathlon ist ein Fass ohne Boden. Denk an meine Worte, wenn Du Dir für 3.000 € Wattmessung ans Rad baust.

5) Wettkampfkleidung lohnt sich

Als Bekleidung empfiehlt sich eine Triathlonhose oder ein Einteiler. Im Zweifel tut es aber auch die Mallorca-Badehose. Und ganz im Ernst, die 500 Meter Schwimmen wirst Du auch ohne Neoprenanzug überleben. Umkleidekabinen in der Wechselzone sind aber eher nicht üblich, das sollte Dir bewusst sein.

6) Ein Triathlon ist ein Teamerlebnis

Zusammen ist geiler
Zusammen ist geiler

Ohne Witz, ich dachte vorher, Ausdauersport, das sei etwas sehr einsames. Aber wie Du vielleicht in meinem Artikel zum Hamburgtriathlon schon gelesen hast: Eine Teilnahme an einem Triathlon ist ein Teamerlebnis. Durch die Rundkurse auf Rad- und Laufstrecke siehst Du Deine Mitstreiter ständig und ein „High Five“ oder ein kurzes Zurufen ist eine großartige Motivation. Darum meine Empfehlung: Such Dir Verbündete und startet zusammen!

7) Besorg Dir ein Startnummernband

Die Startnummer trägst Du beim Radfahren hinten und beim Laufen vorne. Um diesen Wechsel problemlos zu ermöglichen, kauf Dir ein Startnummernband. Wenn Du es vergessen hast, kannst Du die Kordel vom Starterbeutel benutzen. Aber das sollte nur Dein Plan B sein 😉

8) Üb den Wechsel

Alles parat halten
Alles parat halten

Du magst vielleicht denken, sich umzuziehen sei keine große Kunst. Das stimmt soweit auch. Dennoch ist es eine gute Idee, sich zu überlegen, was Du wo hinstellen möchtest und in welcher Reihenfolge anziehen. Schließlich rennst Du nach dem Schwimmen womöglich mit Maximalpuls zum Wechselplatz und dann kann die Schleife im Schuh schon mal kompliziert werden. Hier sind automatisierte Abläufe sinnvoll. Und merk Dir Deinen Wechselplatz! Ich hatte C64. Als Informatiker leicht zu merken.

9) Regeln sind einfach, trotzdem lesen

Ein Helm ist üblicherweise Pflicht, häufig auch eine Badekappe. Musik hören ist bei Triathlon-Wettkämpfen ebenfalls unüblich und häufig verboten. Im Windschatten fahren ist ebenfalls nicht erlaubt. Darum ist es eine gute Idee, über die Regeln zumindest einmal drüber zu lesen! Wäre schade, wenn es daran scheitert.

10) Genieß es!

Durch
Durch

Ohne Witz, das ist das Wichtigste: Spaß dran haben. Wenn Du im Wettkampf merkst, heute ist keine Bestzeit drin, dann geht davon nicht die Welt unter. Freue Dich trotzdem. Und ganz im Ernst: Wenn ich das gepackt hab, kann das jeder von Euch auch schaffen. Es sind noch Plätze frei in Hamburg 2020. Werde selbst bei der Sprintdistanz anfeuern und bei der olympischen abliefern. Also, jetzt anmelden!
Was sind Eure Erfahrungen? Was hättet Ihr vorm ersten Mal gerne gewusst? Freue mich über Feedback! Updates von mir gibts wie üblich auf Instagram und Youtube!

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.