Goodbye Rauchen!

Helau und Alaaf, liebe Freunde! Ach nee, ist ja schon vorbei!
Nachdem ich auch die karnevalistische Zeit rauchfrei überstanden habe, traue ich mich jetzt, es zu sagen: Ich bin Nichtraucher. Ganz klassisch, seit 1.1.
Warum erzähle ich das hier? Ganz einfach, mein Hauptlerninstrument ist der soziale Druck! Mit anderen Worten, wenn mich jetzt ein Fan auf der Straße mit Kippe im Maul erkennt, muss ich mich dafür rechtfertigen, und darauf habe ich keinen Bock.
Bevor wir uns mit dem Aufhören beschäftigen, erstmal die Frage:

Warum mit dem Rauchen anfangen?

So sah ich als Rauchanfänger aus
So sah ich als Rauchanfänger aus

Wer raucht ist cool und hat mehr Freunde. Isso. Der Grund, warum Menschen mit dem Rauchen anfangen, ist vermutlich immer der gleiche: Gruppenzwang und cool sein. Bei mir dürfte es ein Ferienlager in Schleswig-Holstein (so Richtung Kiel mäßig) gewesen sein. Lucky Strike, wenn ich mich recht entsinne. Neben Marlboro Light von Muttern wohl die häufigste Starter-Marke. Und ja, niemandem schmeckt seine erste Zigarette gut. Auch die zweite nicht. Aber irgendwann dann.
Ich fühle mich auch nach wie vor als Raucher. Ich rauche nur gerade eben nicht. Gehe aber trotzdem gerne mal mit raus.
Ein Raucher fühlt sich ja schließlich nach einer Zigarette so wie ein Nichtraucher angeblich den ganzen Tag.

„Ich habe gerne geraucht“

Ich dachte immer, wer mit dem Rauchen aufhört, wird dann zwangsläufig zu einem militanten Nichtrauchernazi. Skeptisch gemacht hat mich hier eine Kollegin. Die Dame ernährt sich meiner Vorstellung nach nur von Smoothies und Sonne und wirkt wirklich wie der absolute Gesundheitsultrá. Solchen Leuten biete ich ja gerne mal aus Spaß eine Zigarette an. Antwort „Nein danke, hab vor 3 Jahren aufgehört, aber ich muss sagen: Ich habe wirklich immer gerne geraucht“.
Das fand ich eine sehr schöne Art, darauf zurück zu blicken. „Ich habe gerne geraucht“. Ich hätte gedacht, man blickt dann auf’s Rauchen zurück als „Riesenfehler“ und betont quasi, „es war das dümmste aller Zeiten, dass ich je geraucht hab“. Sowas war mir immer zu ablehnend. Und ja, muss ich auch sagen, ich habe auch gerne geraucht!

Zigaretten, die ich vermisse

Rauchen und Jagen gehören fest zusammen
Rauchen und Jagen gehören fest zusammen

Nach dem Essen, auf der Jagd, im Stau, im Stadion, nach’m Pabsten, zum Whisky. Überall, wo gemütlich geraucht werden kann.

Zigaretten, die nicht vermisse

Am Bahnhof, vorm Bahnhof, im Regen, außerhalb des Büros, im Gehen. Generell kann ich sagen, ich habe nicht gerne im Stehen geraucht. Ich war ein Sitzraucher. Das ist ja der eigentlich Effekt des Nichtraucherschutzes, man muss jetzt immer im Stehen rauchen. Sitzen und draußen rauchen, am besten im Biergarten. DAS vermisse ich.

Warum aufhören?

Ganz im Ernst? Es ist einfach an der Zeit. Ich habe 15 Jahre geraucht. Das reicht einfach irgendwann. Habt Ihr die 15 schon voll? Wenn nicht, ruhig weiter qualmen lassen!
Außerdem kann ich Euch sagen, mit’m Rauchen aufhören, löst ungeahnte Freuden aus. Ich weiß, jetzt klinge ich wie der letzte Hippie, aber mir war natürlich vorher klar, dass das meine Kondition verbessert. Aber ich habe jetzt auch weniger Kater vom Saufen, bin ausgeschlafener, Essen schmeckt besser, und und und. Bin hier noch richtig in Phase 1 und hochmotiviert.

Wie aufhören?

Meine Letzte
Meine Letzte

Gibt nur einen Trick: Einfach nicht mehr rauchen. Ich habe keine Nikotinpflaster, kein Buch gelesen, kein Seminar besucht. Ich habe einfach nicht mehr geraucht. Und ich binde das jedem auf die Nase, der es nicht wissen will, wodurch ich Anerkennung dafür kriege, dass es funktioniert und mich blamiere, wenn ich es verkacke. Und darum verkack ich’s nicht. Ganz einfaches Prinzip. Wer auch aufhören will, einfach Bescheid geben. Poste ich dann namentlich im nächsten Beitrag. Wer anfangen will, einfach Bescheid geben. Habe noch jede Menge Kippen zu Hause rumfliegen und könnte auch beraten bei der Frage „Welche Marke soll es werden?“.
Aber vielleicht als QuickWin: Mir hat es sehr geholfen, den ersten rauchfreien Monat nicht zu saufen. Dadurch kann man schon viele Gewohnheiten auch einfach umstellen.

P.S. Dazu verzichte ich bis zu meinem Geburtstag auf Fleisch und Alkohol. Kontrolliert mich gerne. Außer natürlich am Hugodienstag. Darauf kann ich nicht verzichten. #socialpressure

Verbreite Es!

Ein Kommentar

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.